Offene Bremer Einzel-Meisterschaft 2018
Daniel Margraf wird Meister nach entscheidendem Kampf gegen David Höffer
24.- 31.03.2018
noch Baustelle

Gelungene Choreographie: Die wohl spannendsten Momente des gesamten Turniers waren die letzten Minuten der neunten Runde!

Auf dem "Meisterpfad"
Runde 3
Runde 4
Runde 5
Runde 6
Runde 7
Runde 8
Runde 9
                                                                                                                                                              *Kommentare von David
Emmilie hat sich gut geschlagen
Kevin startete stark, David mit gutem Schlussspurt
Benedict ließ manchen halben Punkt liegen
Mohamad remisiert gegen Bernd Künitz
Oliver bekommt mit 5½ Punkten Jugendpreis
Gunnar gewann viele DWZ-Punkte
Richie erreicht fast 50%
Der Meister zwar konzentriert aber doch immer locker drauf
Thorsten erzielt 5 Siege und 2 Remis
Lukas erkämpft starke 5 Punkte
Im letzten Spiel des Turniers hat die Luft geknistert
Es ging hin und her und war noch kurz vor Schluss unklar

Schiedsrichter Dirk Rütemann registriert das Ergebnis
Anastasia Erofeev (SVW) wurde Frauen-Meisterin
Analyse mit neutralem Experten Bernd
Nach einer Danksagung von Uve Wittfoth nahm der Präsident des LSB, Dr. Oliver Höpfner, die Siegerehrung vor:
Dr. Oliver Höpfner, und die ersten 10: Meister Daniel Margraf (DSK), 3. Dirk Stieglitz (BSG), 5. Kilian Böhning (Hagen), 6. FM David Höffer (DSK), 7. Daniel Schulz (Hannover 96), 8. Semjon Bart (SVW), Vizemeister David Kardoeus (SVW), 9. Peter Issing (BSG) und 4. Wolfgang Müller (HB-Nord), 10. Kevin Silber (DSK) fehlt
Die Jugendpreise: 1. Kevin Silber, 2. Oliver Steffens (beide DSK), 3. Diyar Bakiyev (HB-Ost)
unten: Gunnar Ahrens (DSK) erhielt einen Rating-Preis

Artikel von Andre Calic im Weser-Kurier vom 5. März -->hier
Bericht an drei Delmenhorster Zeitungen:

Traditionell findet die Bremer Schach-Einzelmeisterschaft in der Woche vor Ostern statt. 85 Teilnehmer aus 22 Vereinen sind angetreten, um die Bremer Schachkrone von dem amtierenden Meister Tobias Kügel zu übernehmen. Der Oberligaspieler des Delmen-horster Schachklubs verzichtete auf die Verteidigung, um die Jugendlichen des DSK während des achttägigigen Turniers zu betreuen.

Doch er wurde von mehreren Delmenhorster Spielern –wie sich herausstellen sollte- hervorragend vertreten, insbesondere von Kevin Silber, der an Nr. 1 gesetzt war, dem aktuellen Schnellschachmeister FM (Fide-Meister) David Höffer und Daniel Margraf, dem Vizemeister des Vorjahres, der bereits 2014 die Meisterschaft nach Delmenhorst entführt hatte.

Gespielt wurde im Bürgerhaus Mahndorf –wie in allen größeren Turnieren- im „Schweizer System“, d.h. unter allen Beteiligten, Jung und Alt, Männer und Frauen, werden jeweils punktgleiche Spieler gegeneinander ausgelost. Der jüngste Spieler war 12 Jahre, der älteste 82 Jahre – Schach erweist sich damit als Denksport, der die Generationen verbindet und für jedes Alter gleichermaßen interessant ist.

Kurz vor Schluss (nach der achten Runde) hatten noch fünf Spieler die Möglichkeit, Bremer Landesmeister zu werden, so dass die endgültige Entscheidung in der letzten Runde fallen musste. Die größte Chance hatte Margraf, der das Feld anführte. Sein Gegenüber war ausgerechnet Höffer, der zweite aussichtsreiche Delmenhorster, der zum Titel aber unbedingt einen Sieg brauchte.

Die allgegenwärtige Spannung steigerte sich dramatisch als ein weiterer Titelkandidat, der Nordbremer Wolfgang Müller, verlor. Den beiden an Brett 1 kämpfenden Delmenhorstern und den zahlreichen mitfiebernden Zuschauern wurde klar, dass die Meisterschaft zwischen diesen beiden, nun zuallerletzt noch spielenden, entschieden wird und damit abermals an die Delme geht.
Zweimal bot Margraf Remis, beide Male lehnte Höffer ab, um damit allerdings die Vizemeisterschaft zu verspielen. Trotz seiner zeitweilig vorteilhaften Stellung holte sich jedoch Margraf Sieg und Titel, indem dieser durch Bauernumwandlung eine zweite Dame in das Getümmel eingreifen lassen konnte.

Mit souveränen 8 Punkten aus 9 Partien hatte er (Margraf) nur zwei Remis abgegeben und einen vollen Punkt mehr als der Zweite, David Kardoeus von Werder Bremen. Dritter wurde Dirk Stieglitz von der Bremer Schachgesellschaft – Höffer musste sich mit dem 6. Platz begnügen. Frauenmeisterin wurde wieder einmal Anastasia Erofeev, ebenfalls von Werder Bremen.

Der Erfolg des Delmenhorster Schachklubs wurde vervollständigt durch den ersten und zweiten Jugendpreis, den sich Kevin Silber bzw. Oliver Steffens mit guten 6 bzw. 5,5 Punkten erkämpften. Hervorzuheben unter den 11 Delmenhorstern sind noch die inoffizielle Vizemeisterin Emmilie König sowie Gunnar Ahrens, der einen Ratingpreis mit nach Hause brachte.
                JH